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Die Entwicklung vergangener Jahre im Bereich der Geoinformationstechnologien
zeigt einen klaren Trend: proprietäre, monolithische Insellösungen
weichen zunehmend offenen, interoperablen Systemen. Eine logische
Folge dieser Entwicklung ist der weltweit vorangetriebene Aufbau
von Geodaten- und Geodienste-Infrastrukturen, kurz GDI. Das Spektrum
der angebotenen Lösungen reicht von der Realisierung des reinen
Geodatenzugriffs bis zur Bereitstellung von Geodiensten, die auf
verteilte Georessourcen zugreifen und bedarfsgerechte Geoinformationen
bereitstellen.
Anforderungen an diese offenen Systeme hinsichtlich der Nutzung
raumbezogener Informationen stammen in gleichen Maßen aus
der Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Eine Vielzahl von Fachanwendern
und privaten Nutzern benötigt Geoinformationen zur Unterstützung
ihrer Aufgaben in unterschiedlichen raumbezogenen Planungs- und
Entscheidungsbereichen. Geoinformationen stellen somit einen beträchtlichen
Wert für Geschäftsprozesse und Privatnutzung in unterschiedlichen
Anwendungsbereichen dar.
Die innovative Entwicklung im Bereich der Geodaten- und Geodienste-Infrastrukturen
geht Hand in Hand mit der steigenden Verbreitung und Nutzung des
Internets und mit internationalen Standardisierungsbestrebungen,
sowohl im allgemeinen Informations- als auch im Geoinformationssektor.
Gleichzeitig avanciert der Geoinformationsmarkt zu einem Massenmarkt,
in dem Dienstleister die Mittlerinstanz zwischen den Datenproduzenten
und Datenkonsumenten einnehmen.
Welche Konsequenzen ergeben sich aus dieser Entwicklung für
Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft? Welche Forschungsthemen
sind dringlich zu behandeln? Welche Produkte und Dienstleistungen
werden nachgefragt? Wie sehen rechtliche Rahmenbedingungen aus?
Die Diskussion und Beantwortung derartiger Fragen ist das Anliegen
der Münsteraner GI-Tage 2003.
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